Aktuelle Exponate

Ein Auswahl unserer aktuellen Exponate


  • Herrengrunder Gefäße

    In dieser Vitrine der bergmännischen Schatz- und Wunderkammer im Bergbau- und Gotikmuseum Leogang sieht man einige der berühmten Herrengrunder Kupfergefäße.

    Gefertigt aus sogenanntem Zementkupfer, einem Zwischenprodukt bei der Gewinnung von Kupfer aus kupferarmen Erzen, wurden diese seltenen Kostbarkeiten nach dem Ort Špania Dolina, zu deutsch Herrengrund, wenige Kilometer nördlich von Banská Bystrica im slowakischen Erzgebirge, benannt.

    Hier entdeckte man im lokalen Kupferbergwerk 1605 eher zufällig den Vorgang der Zementation: werden Eisenstücke in Kupfersulfat-reiche Bergwässer gelegt, fällt durch Ionenaustausch elementares Kupfer aus. Man hielt das damals für ein Wunder und das dabei entstandene Zementkupfer wurde von Silber- und Kupferschmieden der Region zu allerlei Gefäßen verarbeitet, die anschließend feuervergoldet, zumeist mit eingravierten Sprüchen versehen und manchmal mit kleinen silbernen Bergbausymbolen ausgestattet wurden.

    Die Herrengrunder Kupfergefäße sind heute seltene und gesuchte montanhistorische Kostbarkeiten.


  • Bild Grundbach

    Ganz in der Nähe des beruflichen Wirkungsbereiches von Bergbauverwalter, Tourismuspionier und Maler Michael Hofer befindet sich das sogenannte Grundbachgut.

    Das Bild Hofers, in Öl auf Karton gemalt, zeigt uns die klassische Bauform eines Pinzgauer Einhofes mit gemauertem Erdgeschoß und gezimmertem Obergeschoß. Gut zu erkennen sind auch die Lärchenschindeln, mit denen Häuser damals gedeckt waren und ebenso die Steine, die man zur Absicherung auf das fertige Dach legte.

    Michael Hofer beweist auf diesem Gemälde einmal mehr sein gutes Auge für die Schönheiten der Natur und den fachmännischen Blick für die gewachsene Baukultur der Pinzgauer Bauernhöfe.

    Das Bild ist Eigentum des Bergbau- und Gotikmuseums Leogang und ist links unten mit „M. Hofer“ signiert.


  • Bild Burg Lichtenberg

    Die genaue Entstehung der Burg Lichtenberg bei Saalfelden ist unbekannt, 1281 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg, die imposant auf einem Felsenvorsprung des Steinernen Meers rund 60 Meter über Saalfelden thront, diente ab Ende des 13. Jahrhunderts als Sitz eines adeligen erzbischöflichen Beamten, der von hier aus das sogenannte Pfleggericht Saalfelden-Lichtenberg verwaltet.

    1526 wurde die Burg durch einen Bauernaufstand zerstört, und wurde in folgenden Jahrzehnten von der Gerichtsgemeinde Saalfelden wieder aufgebaut. Im Zuge dessen erhielt sie auch den mächtigen Rundturm im Südwesten.

    Als die erzbischöflichen Pfleger ihren Sitz Anfang des 18. Jahrhunderts ins Tal verlegten, diente die Burg nur mehr als Wohnstätte eines leitenden Forstbeamten. Das Gebäude verfiel zusehends und wurde 1870 für 8340 Gulden, umgerechnet etwas über 50.000 Euro Adolf Ritter Weiß von Teßbach versteigert. Unter der Adelsfamilie Weiß von Teßbach bekam Schloss Lichtenberg sein heutiges Aussehen und befindet sich noch heute in deren Besitz.

    Das Bild Michael Hofers zeigt hinter Burg Lichtenberg im Westen das Leoganger Tal mit den hochaufragenden Leoganger Steinbergen, im Süden das Zeller Becken mit den dahinterliegenden Hohen Tauern. Der Blick nach Osten in das Urslautal mit dem Walfahrtsort Maria Alm rundet diese gewaltige Sicht ab. Etwas oberhalb der Burg befindet sich am Fuße eines hohen Kalkfelsens die heute noch bewohnte Einsiedelei St. Georg am Palfen.

    Michael Hofer, der auch auf diesem Bild seinen meisterhaften Umgang mit Farben, Licht, Schatten und Perspektive beweist, hat hier ebenfalls Öl auf Karton verwendet und sein Werk rechts unten mit „M. Hofer“ signiert. Das Bild ist eine Leihgabe aus einer Salzburger Privatsammlung.


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