Sonderausstellungen

Ukrainische Ikonen -  Junge Gesichter einer alten Tradition

Ab 03. Dezember 2022

Die kommende Sonderausstellung beschäftigt sich mit der Kunst der Herstellung ukrainischer Ikonen, die bereits seit Jahrhunderten ein zentrales Element der christlichen Ikonografie darstellen. Zu sehen sind zeitgenössische Ikonen von bekannten ukrainischen KünstlerInnen aus der Schule für Ikonografie „Radruzh“, die der traditionellen Ikonenmalerei ein neues Gesicht verleihen. Dabei soll vor allem die spirituelle Tiefe der Ikone und die Schönheit der alten Temperatechnik offenbart werden.

 

Die „Radruzh“-Schule wurde 2005 von einer Gruppe von Enthusiasten als Sommerprogramm für Ikonenmalerei an der Ukrainian Catholic University gegründet. Unter der Leitung von Prof. Solomiya Tymo entwickelte sich „Radruzh“ zu einem Ort, an dem die traditionelle ukrainische Ikonographie der klassischen Periode (14.-16. Jhdt.) studiert wird, begleitet von einem Studium der Theologie der Ikonen und der Kunstgeschichte. Der Name der Schule „Radruzh“ leitet sich vom Namen des Dorfes Powiat Lubaczów (im heutigen in Polen) ab, dort haben sich einige der ältesten Ikonen in ukrainischer Tradition aus dem Ende des 14. Jhdt. erhalten.

Sonderausstellungen

Perlen der Gotik - Stiftung Vogl-Reitter

Ab 24. Juni 2022

Zum 30-jährigen Jubiläum des Bergbau- und Gotikmuseums Leogang wird die Kitzbüheler Privatsammlung Vogl-Reitter, mit insgesamt 50 Tafelbilder, Skulpturen, Reliefs und Möbel aus der Zeit der Gotik, präsentiert. Die Sammlung wird mit Leihobjekten des Belvedere Wien, des Christlichen Museums Esztergom sowie dem Diözesanmuseum Bamberg ergänzt. Mit der Bewahrung, Rückholung und Zusammenführung von Salzburger Kulturgütern werden die erarbeiteten Spezialgebiete der letzten Jahrzehnte in einer Ausstellung sichtbar.

Die Kitzbüheler Apotheker-Gattin Maria Vogl (1864-1950) hegte eine große Leidenschaft für die gotische Kunst und sammelte im unmittelbaren Umfeld ihrer Heimatstadt Kitzbühel. Darunter befinden sich sensationelle Objekte wie der Mittelteil des Stäber-Altares der Margarethenkapelle am Friedhof St. Peter sowie ein Tafelbild aus der Wallfahrtskirche Maria Alm am Steinernen Meer. Größter Dank gilt den großherzigen Nachkommen der qualitätsbewussten Sammlerin, die die Sammlung dem Bergbau- und Gotikmuseum Leogang gestiftet haben.

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Schraubmedaillen - Salzburger Geschichte in Silber verschraubt

Ab 7. Juni 2022

Das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang präsentiert anlässlich des 290. Gedenkjahres der Salzburger Emigration 1732 die Sonderschau "Salzburger Geschichte in Silber verschraubt". Im Mittelpunkt stehen sogenannte "Schraubmedaillen", kuriose Fabrikate des barocken Kunsthandwerks, die ein dramatisches Kapitel der Salzburger Geschichte zum Inhalt haben: die Emigration der Salzburger Protestanten von 1731 bis 1733. Die Ausstellung zeigt die schönsten Beispiele aus der Sammlung des Bankhaus Spängler.

Bilder von Flucht und Migration haben die vergangenen Jahre geprägt. Vor 290 Jahren erregte ein Flüchtlingsstrom aus Salzburg die Gemüter. Mehr als 20.000 Protestanten – rund ein Sechstel der damaligen Salzburger Bevölkerung – mussten aufgrund ihres Glaubens das Land verlassen und in Gruppen von jeweils vielen hundert Menschen quer durch Deutschland in eine ungewisse Zukunft ziehen. Die meisten landeten in Ostpreußen, wo ihre Nachfahren am Ende des Zweiten Weltkrieges erneut zur Flucht gezwungen waren. Neben der Druckgrafik und dem Buchdruck ist es vor allem die Medaillenkunst, die an das Schicksal der Salzburger Glaubensflüchtlinge erinnert.

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Geistliche Schatzkammer, Salzburg

Das mittelalterliche Salzburg zählte in religiöser, kultureller, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht zu den vier bedeutendsten Fürstentümern Europas. Erzbischöfe sowie Äbte und Äbtissinnen beauftragten für den Dom und die Klöster die besten Handwerker, um wertvollste Kunstwerke aus erlesenen Materialien für deren Schatzkammern herzustellen.

Mittelpunkt dieser Ausstellung ist eine 14 cm große Salzburger Madonna mit Kind aus Buchsbaumholz um 1400. Die heute durch ihr herausragendes Schnitzwerk beeindruckende Figur erschien dereinst in kostbar glänzendem Gold mit blau gefassten Mantelaufschlägen. Größter Dank gilt dem Sponsor, der dem Bergbau- und Gotikmuseum Leogang sehr verbunden ist, sowie allen Leihgebern der „Geistlichen Schatzkammer, Salzburg.“

Die wertvollen Objekte bringen die Bedeutung des mittelalterlichen Erzstiftes Salzburg besonders zum Ausdruck. Um die Einzigartigkeit, die hohe Qualität sowie die Heiligkeit der Objekte hervorzuheben, entschied man sich bewusst für eine Präsentation ohne Beschriftungen - Ganz unter dem Motto „Schauen und Staunen“.

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Schatz- und Wunderkammer Nora von Watteck

In der Renaissance und im Barock richteten sich viele vermögende Fürsten repräsentative Kunst- und Wunderkammern ein. Sie sollten den Reichtum und den Kunstsinn sowie das dem Zeitgeist entsprechende spirituelle Niveau des Besitzers demonstrieren.

Die kunsthistorischen Interessen der wohl bedeutendsten Salzburger Volkskundlerin, Nora von Watteck, wurden schon im Vorschulalter durch ihren Großvater geweckt, der als Antiquar für sich selbst in einem separierten Raum eine Wunderkammer angelegt hatte.

Frau Watteck begann die Wunderkammer ihres Großvaters in der Salzburger Brodgasse kontinuierlich zu ergänzen. Nach ihrem Tod 1993 sorgte noch ihr Sohn, Hofrat Prof. DI Arno von Watteck, für Ergänzungen und räumliche Strukturierungen.

Dass diese Wunderkammer an das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang kam, ist kein Zufall, sondern beruht auf den prägenden freundschaftlichen Beziehungen des Sohnes Arno von Watteck zu Kustos Prof. Hermann Mayrhofer.

Der Zweck der Ausstellung ist es, den Namen Nora von Watteck und die großartige Sammlung zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

ACHTUNG: Besichtigung nur mit Führung; Voranmeldung per E-Mail (Javascript einschalten um blockierten Inhalt zu sehen.) oder Telefon (0043 6583 71 05)

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