Schwarzleotal
Südlich des Ortsteils Hütten, ca. 5 km westlich von Leogang, liegt der Schwarzleograben mit den vier Revieren Schwarzleo, Nöckelberg, Vogelhalte und Inschlagalpe. Das größte Revier ist der Bergbau Schwarzleo. Er beginnt in ca. 1.020 m Höhe an der Talsohle mit der Grube des Erasmus- und Johannesstollens. Etwas höher liegen die Gruben des Herren-, Christoph- und Maria-Heimsuchungsstollen und des Barbara- und Danielstollens. Letztere wurde im 14. Jh. mittels Schrämmarbeit angelegt und ist heute als Schaubergwerk befahrbar. Der Quecksilberbergbau Vogelhalte erstreckt sich am unteren orografisch linken Talgehänge in 1.150 m Höhe mit den wichtigsten Stollen, dem Johannes- und Thomasstollen. Diese sind jedoch seit mehr als 100 Jahren weitgehend verbrochen. Unmittelbar oberhalb der Vogelhalte liegt der stillgelegte Magnesitbergbau Inschlagalpe. Hier erfolgte der Abbau sowohl im Tagebau als auch unter Tage. Etwas nördlicher, im Bereich der Waldgrenze, liegt der Bergbau Nöckelberg. In zwei Hauptabbauphasen im 16. Jh. und in der 2. Hälfte des 19. Jh.s entstanden dort mindestens 12 Stollenlagen, wovon besonders der Ottenthalerstollen und – als Förderstollen – der zugehörige Unterbaustollen hervorzuheben sind. Heute sind jedoch alle Stollen des Bergbaus Nöckelberg verbrochen und die Grube unzugänglich.
