Limoges-Kreuz an Erben übergeben
62 Jahre, nachdem das 800 Jahre alte Kreuz im Zuge der Kriegswirren nach Österreich gebracht wurde, kehrte es in seine Heimat Polen zurück.
Im vergangenen Sommer durch den sensationellen Fund in einem Sperrmüllcontainer in Zell am See berühmt geworden, konnte die Geschichte des wertvollen Limoges-Kreuzes, das bis zur Rückgabe im Bergbaumuseum Leogang aufbewahrt und ausgestellt wurde, aufgeklärt und die heutigen Besitzer ausgeforscht werden.

Im Bild v.l.: Lydia Gruber, Finderin des Kreuzes, Kustos Hermann Mayrhofer, Adam Graf von Zamoyski. Foto: SN/Heinz Bayer
Am 6. Mai 2008 fand die offizielle Übergabe an den rechtmäßigen Erben, Adam Graf von Zamoyski statt, dessen Ururgroßmutter Izabella Elzbieta von Czartoryski das Kreuz einst mit anderen Kunstwerken in Krakau in Polen einmauerte, um es vor den Nazis zu verstecken.
Im Rahmen einer bewegenden kleinen Feier mit Gottesdienst in der St. Anna Kapelle in Hütten wurde das Kreuz – das als Symbol des Friedens und eines neuen europäischen Miteinanders angesehen wird – nach Ansprachen von Kustos Hermann Mayrhofer, Bürgermeisterin Helga Hammerschmied und des Grafen zurückgegeben. Kinder – als Botschafter der Zukunft und des Friedebs – überreichten als Zeichen des Willkommens Brot, Salz und Wiesenblumensträuße.
Das Kreuz wird zusammen mit anderen aus Amerika, Deutschland, der Schweiz und anderen Ländern zurückgeholten Kunstgegenständen aus der ehemaligen Sammlung Czartoryski wieder in Polen ausgestellt werden und soll, so kündigte Graf Zamoyski in seiner Rede an, in ebendieser Zusammenstellung auch in einer Sonderausstellung im Bergbaumuseum Leogang zu sehen sein.