• Hl. Anna Selbdritt

    Schwaben um 1480. Als Mutter Mariens und Großmutter Christi verkörpert Sie den Ursprung der Heilsgeschichte. Die Verbindung der hl. Anna mit dem Bergbau geht auf die mittelalterliche Allegorienfreude zurück. Während Jesus als das Licht der Welt mit der Sonne und damit im übertragenen Sinne auch mit dem Rohstoff Gold in Verbindung gesetzt wurde, nahm man in der Marienepik für Maria den Mond und damit das Silber in Anspruch. Die hl. Anna ist somit nicht nur Mutter und Großmutter, sondern auch der Ursprung von Gold und Silber. Damit ergibt sich ihre Personifikation als Bergwerk. Verbreitet ist die Annendarstellung vor allem in Form der thronenden Anna Selbdritt. Diese Darstellungsform „zu dritt“, mit dem Christusknaben zwischen Maria und der hl. Anna, war in der Spätgotik besonders nördlich der Alpen weit verbreitet. Kat. Nr. 88, Katalog zur Sonderausstellung 2003 „Maria - Licht im Mittelalter“, erhältlich im Museumsladen.

    Hl. Anna
  • Hl. Barbara

    Schwaben um 1480. Eine uns allen wohlbekannte Bergbauheilige ist die hl. Barbara. Auf der Flucht vor ihrem heidnischen Vater öffnete sich vor Barbara ein Felsen und verbarg sie. Ihre Zufluchtsuche im Berg ließ sie seit Ausgang des Mittelalters zur Patronin des Bergbaus und der Bergknappen werden. Kat. Nr. 111, Katalog zur Sonderausstellung 2003 „Maria - Licht im Mittelalter“, erhältlich im Museumsladen.

    Hl. Barbara
  • Maria im Ährenkleid

    Salzburg um 1460. Das älteste bekannte Marienbild dieser Art wurde vor 1387 von deutschen Kaufleuten als Gnadenbild in Form einer Silberstatue für den Dom zu Mailand gestiftet und diente allen späteren Darstellungen als Vorbild. Ihr prächtig gearbeitetes, blaues Kleid war ehemals reich verziert mit goldenen Kornähren. Diese Symbolik weist sie als Gottesgebärerin aus. Zu finden ist der Hinweis im Hohelied im Alten Testamten (7,3): „Dein Leib ist wie ein Weizenhügel, umsteckt mit Lilien.“ Im Mittelalter wurde der Text verwendet, um Maria als den himmlischen Acker zu verehren, der die reiche Frucht (Christus) trägt. Kat. Nr. 27, Katalog zur Sonderausstellung 2016 „Für Salzburg bewahrt“, erhältlich im Museumsladen.

    Maria im Ährenkleid
  • Löwenmadonna

    Salzburg um 1340. Eine sehr seltene Darstellung ist die Madonna auf dem Löwen. Das Jesuskind hat hier ursprünglich seine rechte Ohrmuschel berührt und zeigt damit an, dass es dem Gebrüll des Löwen unter ihm, Symbol der Auferstehung horcht. Die hier dargestellte Skulptur gehört zu jenem Kreis der Salzburger Löwenmadonna, welchem sechs weitere Figuren angehören:

    • 2 Löwenmadonnen im Bayerischen Nationalmuseum München
    • 1 Löwenmadonna im Museum Bachmühle in Wals bei Salzburg
    • 1 Löwenmadonna im Louvre, Paris
    • 1 Löwenmadonna in Privatbesitz, Hamburg
    • 1 Löwenmadonna im Bode-Museum Berlin

     

    Kat. Nr. 17 (a), Katalog zur Sonderausstellung 2016 „Für Salzburg bewahrt“, erhältlich im Museumsladen.

    Löwenmadonna